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Was Sie vor einem ästhetischen Eingriff beachten sollten

Eigentlich sieht es so einfach aus: ewige Jugend mit ein paar kleinen Schnitten, Spritzen oder Peelings. Aber so einfach, wie manche Werbeanzeige es verspricht, ist es nun auch wieder nicht.Eine Schönheitsoperation ist nicht nur eine finanzielle Investition, sie birgt auch Risiken in sich. Niemand, auch nicht der erfahrenste Chirurg kann genau sagen, wie der Heilungsverlauf nach einer OP aussehen wird, und welche Narben im Endeffekt bleiben werden. Vernarbung und Heilung sind etwas höchst individuelles, hundertprozentige Vorraussagen trifft nur ein Scharlatan.Bevor man also einen Termin bei einem Chirurgen ausmacht, sollte man sich einige Fragen stellen, und diese auch schonungslos ehrlich beantworten.

Als erstes natürlich die Frage zur Motivation. Warum will man unbedingt einen Teil seines Körpers ändern lassen? Ein Facelifting hat nicht die Macht, eine kaputte Beziehung zu kitten, eine Brustvergrößerung heilt nur in Ausnahmefällen eine Depression, und man sollte seine Lippen auch nicht aufpolstern lassen, weil sie dann denen des heißverehrten Filmidols gleichen. Kann man die Frage nach dem Warum aber mit einem aufrichtigen: „ich tue es für mich“ beantworten, so ist man schon einen Schritt weiter. Weiterhin muss man sich fragen, ob die Erwartungen an eine Operation nicht unrealistisch und überzogen sind. Ein seriöser ästhetisch-plastischer Chirurg wird die künftigen Patienten nicht nur gründlich über die Risiken aufklären, sondern auch über das Sinnvolle und Machbare. Aus einer Tigerin kann man keine Antilope machen. Ein wirklich guter Chirurg sieht das Individuelle in seiner Kundin, oder seines Kunden und wird versuchen, das Ergebnis der OP harmonisch mit dem Rest des Körpers wirken zu lassen.

Dann stellt sich die finanzielle Frage. Es ist gerade auf diesem Gebiet nicht gut, am falschen Ende zu sparen. Botoxinjetktionen beispielsweise sollte man sich auf gar keinen Fall am Rande einer entsprechenden Party setzen lassen, sondern in einer modernen, spezialisierten Klinik, die bei eventuellen Reaktionen oder Komplikationen schnell und kompetent reagieren kann. Die höheren Kosten lohnen sich hier auf jeden Fall. Lieber etwas mehr investieren, und dafür mit einem sicheren Gefühl in wirklich guten Händen sein. Die Suche nach einem erfahrenen Spezialisten ist hier eine der wichtigsten Fragen. Viele Ärzte nennen sich Schönheitschirurgen, obwohl sie keine Facharztausbildung haben – der Begriff ist nicht geschützt. In Deutschland haben nur Fachärzte für ästhetisch-plastische Chirurgie eine entsprechend gründliche Ausbildung, deshalb sollte man auf diese Bezeichnung achten. Wer sich für eine Operation im Ausland entscheidet – die wegen der wesentlich günstigeren Preise oft verlockend ist – sollte sich auch dort genau über die Ausbildung der behandelnden Ärzte erkundigen, ob sie Mitglieder der Fachärztegesellschaften sind, das ist ein Hinweis darauf, dass sie die entsprechende Ausbildung komplett durchlaufen haben. Künftige Patienten sollten so viel wie möglich über die Klinik und die Ärzte herausfinden, und auch ehemalige Kunden kontaktieren. Zwischen dem Beratungsgespräch beim Arzt und dem Operationstermin sollten mindestens zwei Wochen vergehen, und wer in dieser Zeit ein ungutes Gefühl bekommt, der sollte die Operation auch nicht machen lassen.